Erinnern für die Zukunft EIBIA Pulverfabrik Dörverden 1938 – 1945

Startseite


Die EIBIA GmbH

EIBIA-Anlage WESER

Werksgelände

Rassenideologie

Repressalien

Zwangsarbeiter

Der Weg

Kriegsgefangene

... das schwerste Los

Luftaufklärung

Gefahr aus der Luft

Nachtbomberangriff

Tagesbomberangriff

Explosion

Friedhof

Sterben der Kinder

Ein Zeitzeuge

Zustand nach Sprengung

Bestandsaufnahme 1997


Impressum

NS-Legitimation für Rüstung und Krieg: Rassen- und Lebensraumideologie

Die Lebensraum-Ideologie

Deutsche Kriegsziele

Die nationalsozialistischen Führer sahen 1941/42 ihre Vorherrschaft in Europa bereits als gesichert an und begannen mit der "Neuordnung", als deren Ergebnis ein "Großgermanisches Reich deutscher Nation" die "Großräume" Europas und Afrika beherrschen sollte. Für die "germanischen Völker" der Holländer, Flamen und Skandinavier war ein Anschluss an dieses Reich vorgesehen. Himmler und die SS waren dazu ausersehen, diese künftigen "Reichsgaue" zu "germanisieren". Freiwillige dieser Völker, die in der "Germanischen SS" dienten, legten bereits ihren Eid auf Hitler als germanischen Führer ab. Die slawischen Völker Osteuropas aber sollten der Unterwerfung verfallen: Sie galten im Sinne der nationalsozialistischen Rassenideologie als "Untermenschen", bestimmt für die Ausbeutung, Verdrängung und physische Vernichtung, während ihre Gebiete den Germanen, d.h. Deutschland als Lebens- und Siedlungsraum zufallen sollten. Noch 1944, als die sowjetischen Truppen bereits die Reichsgrenze erreicht hatten, erklärte Himmler:
"Das ist unverrückbar, daß wir die Volkstumsgrenze um 500 km herausschieben, daß wir hier (im Osten) siedeln. Es ist unverrückbar, da wir ein germanisches Reich gründen werden. Es ist unverrückbar, daß zu den 90 Millionen die 30 Millionen übriger Germanen hinzukommen werden, so daß wir unsere Blutbasis auf 120 Mio Germanen vermehren. Es ist unverrückbar, daß wir die Ordnungsmacht auf dem Balkan und sonst in Europa sein werden, so daß wir dieses ganze Volk wirtschaftlich, politisch und militärisch ausrichten und ordnen werden. Es ist unverrückbar, daß wir diesen Siedlungsraum erfüllen, daß wir den Pflanzgarten germanischen Blutes im Osten errichten, und es ist unverrückbar, daß wir eine Wehrgrenze weit nach dem Osten hinausschieben. Denn unsere Enkel und Urenkel hätten den nächsten Krieg verloren, der sicher kommen wird, sei es in ein oder zwei Generationen, wenn nicht die Luftwaffe im Osten – sprechen wir es ruhig aus – am Ural stehen würde."
Hug, Wolfgang: Geschichtliche Weltkunde, Band 3, Diesterweg Verlag, Frankfurt/Main 1979

Rassenideologie:

Die nationalsozialistische Legitimation für Eroberungspläne durch Krieg

Hitler im Jahre 1930:
"Die nordische Rasse hat ein Recht darauf, die Welt zu beherrschen, und wir müssen dieses Recht der Rasse zum Leitstern unserer Außenpolitik machen. Glauben Sie mir, der ganze Nationalsozialismus wäre nichts wert, wenn er sich auf Deutschland beschränkt und nicht mindestens 1000 bis 1200 Jahre lang die Herrschaft der hochwertigen Rasse über die ganze Welt ausübt."
Giordano, Ralph: Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte, Hamburg 1989

Acht Fotos

Rassenideologie im Nationalsozialismus

Der Nordische Gedanke

... Die Zerstörung der deutschen Volkskraft durch den Weltkrieg (1914-18), der Ausgang dieses Krieges, die Nachkriegsjahre und die in all diesen Jahren vor sich gehende Ausmerze wertvoller Erbstämme - eine Ausmerze, welche schließlich das deutsche Volk leiblich und seelisch ganz anders zusammengesetzt erscheinen ließ, all diese Vorgänge und ihre Folgen und das Nachdenken über sie haben wesentlich dazu beigetragen, im deutschen Volk eine gewisse Kenntnis von, bei vielen sogar eine tiefere Besinnung auf Vererbung und Auslese, Rassenkreuzung und Rassenzusammensetzung der Völker zu verbreiten. So ist es dahin gekommen, daß seit den Nachkriegsjahren, wohl vor allem seit dem Heranwachsen der Jugend, welche sich einerseits für Vorkriegszeit, Krieg und Kriegsausgang nicht verantwortlich fühlt, andererseits nach den Möglichkeiten einer Erneuerung des deutschen Volkes von Grund auf sucht, eine N o r d i s c h e   B e w e g u n g entstanden ist, welche durch Mehrung des nordischen Einschlags aller deutschen Stämme, durch Aufnordung des deutschen Volkes, die erbliche Steigerung dieses Volkes anbahnen möchte.

( ... ) Die Nordische Bewegung im Deutschen Reiche und in Österreich möchte eine Mehrung nordischer Erbanlagen im deutschen Volk erreichen durch eine verhältnismäßig höhere Kinderzahl der erblich-gesunden, vorwiegend nordischen Deutschen aller Stämme und Stände. Sie möchte also die nordische Rasse in dem dauernd vor sich gehenden Geburtenwettbewerb der Rassen fortan nicht mehr unterliegen, sondern schließlich siegen sehen, und möchte so das deutsche Volk von Grund aus, von den Erbanlagen her, im Lauf der Jahrhunderte so umschaffen, daß es den starken Kern nordischer Rasse wiedergewinne, der ihm in seinen schöpferischen Zeiten eigen war. Viele Deutsche sind heute nur noch "Sprachgermanen", d.h. Spracherben der Germanen, nicht mehr deren Bluterben. Durch einen "Geburtensieg" der im Rassensinne "germanischen", d.h. der vorwiegend nordischen Deutschen aller Stände und Stämme möchte die Nordische Bewegung im deutschen Volk die Schöpferkraft des frühen Germanentums wiederentdecken.
Günther, Hans: Kleine Rassenkunde des deutschen Volkes, München 1933

Rassenkunde 1933 in Deutschland

Der Gegensatz zwischen der Nordischen und der Jüdischen Rasse — mit solchen "Theorien" wurde der Holocaust 1942 möglich.

Die Judenfrage

Im jüdischen Gesamtvolke hat sich seelisch am ehesten die erbliche Veranlagung der vorderasiatischen Rasse durchgesetzt, jeweils mehr oder weniger abgewandelt durch die anderen Einschläge, welche das jüdische Volk kennzeichnen. Diese seelische Artung, entsprechend ihrer rassischen Eigenart von den Artungen der europäischen Völker, zumal der nordwesteuropäischen, abweichend, bedingt die heute schon als so brennend empfundene sog. Judenfrage.

Der Glaubensunterschied zwischen den Juden mosaischen Glaubensbekenntnisses und den andersgläubigen Völkern, unter denen diese wohnen, spielt noch da und dort eine Rolle. Im Abendlande schon lange nicht mehr. Es ist falsch, die sog. Judenfrage als einen mosaisch-christlichen Gegensatz aufzufassen. Ebenso falsch ist es, die sog. Judenfrage als eine wirtschaftliche Frage begreifen zu wollen. Sicherlich sind die Hauptvertreter des übermächtigen internationalen Leihkapitals Juden und sind die Juden, wie Steuerlisten zeigen, durchschnittlich viel begüterter als Nichtjuden des gleichen Staatsgebiets, aber die Judenfrage deckt sich darum noch keineswegs mit der Frage des Kapitalismus. Es ist der durch wirtschaftliche Übermacht erreichte seelische Einfluß eines Volkes außereuropäischer Rassenherkunft, der eigentlich die Judenfrage geschaffen hat. Die Judenfrage ist eine völker- und rassenkundliche Frage.
Günther, Hans: Kleine Rassenkunde des deutschen Volkes, München 1933

Hitler löste bekanntlich die in diesem Buch gestellte Judenfrage mit furchtbaren Folgen für Millionen Menschen jüdischer Herkunft aus vielen Ländern Europas.

Auschwitz

Auschwitz

Vor allem aber richtete sich die Rassenlehre gegen die Juden. Hier begann im Zweiten Weltkrieg das Entsetzlichste, was je im deutschen Namen geschehen ist.

Die Juden wurden zusammengetrieben und nach Polen verschleppt, um dort vernichtet zu werden. Die SS hatte regelrechte Todesfabriken eingerichtet, die größte bei dem polnischen Dorf Auschwitz. Was in Auschwitz und anderswo jeden Tag geschehen ist, werden wir alle nie wirklich begreifen können. Mit kalter, teuflischer Grausamkeit sind hier Menschen zu Tode gebracht worden.

Warschauer Ghetto

Warschauer Ghetto

Bewohner des Warschauer Ghettos werden von Angehörigen des Waffen-SS zusammengetrieben.

Jüdische Zwangsarbeiter

Zwangsarbeiter im belorussischen Mogilew (1941)

"Streitkräfte teils schuldhaft verstrickt, teils schuldlos mißbraucht"


Die furchtbare Realität des Nationalsozialismus
Am Beispiel der Zwangsarbeit – ein Projekt der Hauptschule Ganderkesee 1998

© Gemeinde Dörverden, 2004.