Erinnern für die Zukunft EIBIA Pulverfabrik Dörverden 1938 – 1945

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US – Bomberangriff am 29. März 1944 auf Dörverden

400 Brand- und Sprengbomben fallen auf Äcker, Häuser, Bahnanlagen, Fabrikgebäude und auf das Wohnlager für 1000 EIBIA-Arbeitskräfte. Die Menschen aus der Fremde trifft es am schlimmsten. Zwei von ihnen werden getötet, vier werden schwer verletzt und sieben leicht verletzt. Eine Dörverdenerin wird schwer verletzt.

Amerikanische Bomber

Zeitzeugenbericht über den Luftangriff am 29. März 1944 auf Dörverden

Der damals 18-jährige Bauhandwerker F. berichtet:
Es war ein herrlicher Frühlingstag mit blauem Himmel und Sonnenschein. Ich arbeitete an dem Tag im EIBIA-Gelände (ca. 3000 Meter südlich des Steinlagers). Auf einmal heulten die Sirenen. Das bedeutete Fliegeralarm. Mit anderen Lehrlingen lag ich auf einem Bretterstapel und beobachtete den sehr hoch fliegenden amerikanischen Bomberverband über Dörverden. Die viermotorigen Flugzeuge flogen in Richtung Bremen. Plötzlich sahen wir glänzende Punkte aus den Flugzeugen fallen und hörten dann auch das Heulen der Bomben. Kurz danach war auch Rauch zu sehen. Wir fuhren dann mit unseren Fahrrädern nach Dörverden und halfen bei den Löscharbeiten.
Der Bahnhof Dörverden erhielt Brandbombentreffer. Das Wohngebäude des Fahrdientstleiters wurde ebenfalls von Brandbomben getroffen. Die Möbelfabrik Prigge, "kriegswichtiger Betrieb", erhielt mehrere Brandbombentreffer. Das Wohnhaus von D.S. erhielt einen Sprengbombentreffer direkt vor dem Haus. Frau S. wurde schwer verletzt.
(...)
Die Löscharbeiten im Steinlager führten die Freiwillige Feuerwehr Dörverden und die Betriebsfeuerwehr der EIBIA aus. Zwei Luftschutzbunker im Steinlager sind durch Sprengbomben getroffen worden.
(...)
Der Speisesaal mit Küche erhielt Brandbombentreffer. Über die Zahl der Toten und Verletzten wurde damals weitestgehend Stillschweigen bewahrt. Ich kann mich an Tote und Verletzte im Steinlager nicht erinnern.

Luftaufnahme
der Folgen des Bombenangriffs
Zu dem Bombenangriff gibt es zwei offizielle Berichte:
  1. Meldung der EIBIA-Geschäftsleitung in Bomlitz über Luftangriff auf das Steinlager in Dörverden
  2. Unfallbericht der EIBIA Geschäftsleitung in Dörverden

Die furchtbare Realität des Nationalsozialismus
Am Beispiel der Zwangsarbeit – ein Projekt der Hauptschule Ganderkesee 1998

© Gemeinde Dörverden, 2004.